Leseprobe "Fröhlich durch den Weltuntergang"


 

Fröhlich durch den Weltuntergang

 

Die Bluestar Prophezeiung enträtselt

 

Julianne Becker

 

 

 

 

Vorwort

 

 

 

Dies ist kein Handbuch für Katastrophen. Ich werde dir weder etwas über Vorratshaltung erzählen noch dir Angst einjagen, noch dich zum rechten Glauben bekehren oder mich in wilden Spekulationen über unsere Zukunft ergehen. Darüber wurden schon viel zu viele Szenarien in Film, Fernsehen, in Buchform und im Internet entwickelt. Ich will dich auch nicht davon überzeugen, dass es einen Weltuntergang überhaupt geben wird. Doch ich möchte dich zumindest darauf aufmerksam machen, dass die Warnsignale deutlich zunehmen. Ich selbst bin davon überzeugt, wir sind mittendrin.

 

 

Es wird auch nicht der erste Weltuntergang sein. Es hat in der menschlichen Geschichte bereits öfter Weltuntergänge gegeben, allerdings wirst du sie in keinem Geschichtsbuch finden. Das indianische Volk der Hopi behauptet, bereits drei Weltuntergänge überlebt zu haben, also globale Katastrophen, die den ganzen Planeten völlig veränderten. Und nicht nur das: Alle Anzeichen, an denen die Hopi erkennen sollten, dass erneut ein solcher Weltuntergang bevorsteht, sind bereits eingetroffen, bis auf eine: Die Bluestar Prophezeiung. Neben den vergangenen Weltuntergängen werden wir uns also vor allem mit dieser letzten Prophezeiung vom blauen Stern befassen, einem Stern, der unmittelbar vor dem Weltuntergang erscheint, um ihn anzukündigen.

 

 

Danach stelle ich mich selbst kurz vor. Denn ich bin Bluestar, gekommen um den Weltuntergang anzukündigen und möglichst viele Menschen sicher hindurch zu führen. Es wäre wunderbar, wenn alle mitkämen, aber das entscheidet jeder Einzelne selbst. Ich weiß, das klingt anmaßend oder verrückt und deshalb widme ich das dritte Kapitel meiner persönlichen Geschichte und wie ich entdeckt habe, dass ich die bin, die ich bin. Gleichzeitig werden wir einen ganz anderen Zugang zu den Prophezeiungen der Hopi finden und die Bluestar Prophezeiung enträtseln. Es wird nötig sein, dass ich dir auch Dinge erzähle, die ich bisher nur ganz intimen Freundinnen anvertraut habe, weil sie einfach zu verrückt klingen und mir doch genau so wirklich passiert sind. Ich werde erklären, was ich persönlich mit dem Weltuntergang zu tun habe und warum er mich schon ein Leben lang begleitet hat. Ich möchte dich damit inspirieren und ermutigen, deinem eigenen Weg zu folgen und gleichzeitig einladen, dir eine sichere Passage durch den Weltuntergang zu erschaffen.

 

 

Unser Überleben wird entscheidend davon abhängen, ob wir es schaffen, kreativ, intuitiv und unlogisch, vor allem aber unberechenbar aus der künstlichen Matrix auszusteigen, statt auf dem von ihr bevorzugten Schlachtfeld des Verstandes gegen sie anzukämpfen oder uns machtlos vor ihr zu verkriechen. Sie ist uns an langfristiger Planung, Logik und kalter Intelligenz einfach haushoch überlegen. Doch wenn wir ihren mentalen Hinterhalt gar nicht erst betreten, haben wir alle Trümpfe in der Hand: Denn Herz ist Trumpf.

 

 

Wir müssen so schnell wie möglich ein System verändern, das relativ automatisch in eine Richtung unterwegs ist, die uns Menschen nicht guttut und bei der unsere Gesundheit und unsere Freiheit auf der Strecke bleiben werden. Für das Verstehen dieses Buches und für deine eigene sichere Passage spielt es dabei überhaupt keine Rolle, ob du an politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Ungerechtigkeiten als verursachende Faktoren glaubst, oder ob du einen Tiefen Staat, eine geheime Weltregierung oder sogar Außerirdische dafür verantwortlich machst. Ich nenne in diesem Buch ein System dann eine 'Matrix', wenn es uns durch Sachzwänge und unzulängliche demokratische und gesellschaftliche Strukturen oder durch eine geheime Agenda in selbstzerstörerische Kriege, Krankheiten und Katastrophen zieht. Meiner eigenen, persönlichen Vorstellung kommt der Film 'Matrix' recht nahe, doch für unsere Befreiung spielt es überhaupt keine Rolle, wie wir 'Matrix' definieren.

 

Das Patriarchat wurde geschichtlich begünstigt, weil das Leben aus dem Verstand heraus sich besser beherrschen lässt. Starke Frauen waren schon immer gefährlich - für die Matrix. Das ist auch keine Frage der Geschlechter. Die größten Avatare in der Geschichte haben vor allem aus ihrer weiblichen Seite und aus ihrem Herzen heraus gelebt. Und das können wir auch. Wir werden gemeinsam aus der Matrix aussteigen, die uns sonst immer weiter in den Untergang treiben würde. Die gute Nachricht ist: Wenn wir die Zusammenhänge verstehen, ist es fast schon ein Kinderspiel, diese Gitterstäbe unseres Gefängnisses einzureißen! Deshalb stelle ich sie dir ganz ausführlich im vierten Kapitel vor. Diese Gitterstäbe existieren glücklicherweise nur im Bewusstsein eines jeden Einzelnen und nur dort kannst du sie entfernen. Ein Bewusstseinsgefängnis wird durch das jeweilige Bewusstsein selbst befreit, kein anderer kann das für dich tun. Und das lässt sich spielend vom Sofa aus erschaffen.

 

 

Worum geht es überhaupt in diesem Machtspiel auf unserem Planeten? Was denkst du? Warum gibt es Kriege, warum reden alle über Investitionen? Gewinne, Macht und Kontrolle, wozu? Ist da wirklich nur Gier und Größenwahn im Spiel? Was wird da ausgebeutet oder eingesammelt? Arbeitskraft? Geld? Daten? Oder esoterisch spirituell interpretiert die Goldreserven oder deine Energie? Nein: Ich habe herausgefunden, geerntet wird deine ganze, lebendige, schöpferische Kraft! Das ist ein neuer und wichtiger Ansatz, darauf müssen wir also genauer eingehen. Das ist dein einziges Kapital für echte Veränderung, dein wichtigstes Potential, um dich sicher durch den Weltuntergang zu tragen. Lerne mit ihm dein eigenes Leben zu erschaffen, statt deine Macht an andere abzugeben.

 

 

Es geht nicht darum, das Richtige zu tun. Das ist nur eine Ablenkung, die dich weiter in der Matrix zappeln lässt, weil du ihr auf den Leim gegangen bist, so wie eine Fliege an einem Spinnennetz kleben bleibt. Unsere eigentliche Macht besteht nämlich in der Beeinflussung von Wahrscheinlichkeiten und der Erschaffung neuer Möglichkeiten! Dein Schicksal ist nicht in Stein gemeißelt und unsere Zukunft ist plastisch formbar. Eine einfache Formel wird dein Potential freilegen, dir selbst ein gutes Leben zu erschaffen. Und anschließend kümmern wir uns um unsere gute Laune, denn unsere Emotionen sind entscheidend für eine sichere Passage. Wie können wir in dieser ernsten Situation also unseren Humor behalten? Es gibt allen Grund zur Freude!

 

 

Ich sage es lieber gleich: Ich komme aus einem Nachbaruniversum, das sich bereits vollendet hat. Ich habe mich in verschiedene humanoide und nicht humanoide Rassen inkarniert, die sich in den galaktischen Kriegen gegenüber standen. Denn ich wollte diesen Krieg begreifen und Frieden erschaffen lernen. In diesem Leben auf der Erde bin ich 1987 mit der ersten größeren Welle im Alter von 34 Jahren spirituell erwacht. Ich habe mein weiteres Aufwachen dann künstlich so weit verzögert, wie es nur ging, und dabei die anderen um mich herum beobachtet, um den Aufwachprozess möglichst umfassend zu verstehen.

 

 

Ich habe außerdem meine Fertigkeiten als Lehrer und im wissenschaftlich strukturierten Denken erweitert, um gewappnet zu sein für die Menschen, die sich selbst im Lernen behindern oder eine emotionale Verhaltensstörung entwickelt haben. In meinen Augen handelt es sich dabei um alle, die noch in der Matrix leben und sich dennoch frei fühlen. Dabei sind sie nur so frei wie die Lemminge und werden sich zusammen in den Abgrund stürzen, wenn es ungebremst so weiter geht. Lemminge sind kleine Säugetiere, die alle paar Jahre, wenn ihre Population überhandgenommen hat, instinktiv zu einem kollektiven Selbstmord übergehen und sich in einem langen Zug von einer Klippe ins Meer stürzen.

 

 

Ich würde mich freuen, wenn du mein Buch nicht gleich bei den ersten Widerständen in die Ecke feuern würdest, denn diese Widerstände werden so sicher kommen, wie das Amen in der Kirche. Nur Lemminge verhalten sich konventionell und stürzen im Kollektiv über die Klippe ins Meer! Ich bin an einem kollektiven Selbstmord nicht interessiert. Mit diesem Buch möchte ich dich einfach nur mit auf eine Reise nehmen, eine Reise, die uns fröhlich durch den Weltuntergang führt. Möge es neue Ideen, Wissen, Erkenntnisse und Stärke vermitteln und dich zu deinem eigenen Weg ermutigen.

 

Wer dieses Buch versteht und umsetzt, sollte sich am Ende selbst eine sichere Passage erschaffen können. Und ich wünsche mir, dass auch du mit dabei bist! Gemeinsam schaffen wir das, wir werden den idealen Weg durch den Weltuntergang suchen und finden. Vielleicht gelingt es uns sogar, ausgesprochen fröhlich durch das Chaos hindurch zu tanzen, das noch vor uns auf dem Weg liegt. Unsere Freude hat dabei eine zentrale Bedeutung bei unserem himmlischen Vorhaben, wichtiger, als du es dir momentan vielleicht vorstellen kannst.

 

 

Mir selbst hat dieses Buchprojekt schon jetzt außerordentlich gut getan, auch wenn ich mich zwischendurch immer mal so fühlte, als würde ich durch meinen eigenen Untergang hindurch tauchen. Am Ende gab dieses Buch mir meine Klarheit und Stärke zurück und brachte altes Wissen und neue Einsichten zutage. Es hat mein chaotisch-buntes Durcheinander im Kopf gründlich aufgeräumt, das meine Interessen, Studien, Ausbildungen und alle meine Lebenserfahrungen in mir hinterlassen haben. Während ich gewöhnlich als Ambidexter (Beidhänder) munter zwischen der linken und der rechten Hirnhälfte hin und her springe und dabei entweder mit wissenschaftlichem Interesse den Dingen auf den Grund gehe oder begeistert unlogisch-kreative Sprünge vollziehe oder meditative Ausflüge in die energetischen Höhen spiritueller Ebenen mache, fehlte es mir bisher immer etwas an einer ganzheitlichen Gesamtschau. So fragte ich mich für dieses Buch: Was ist die Essenz dessen, was ich bis zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben herausgefunden habe?

 

 

Ich weiß aus Erfahrung, dass sich aus meinem Denken, Fühlen und Handeln erst dann ein nächstes neues Bewusstsein formt, das nicht auf der Ebene des Nachmachens und Nachplapperns stehen bleibt, wenn es deutliche Auswirkungen auf mein eigenes Leben zeigt und ich es anderen zusätzlich auch noch so richtig gut erklären kann, und zwar so, dass sie etwas damit anfangen können. Dann erst habe ich es selbst auch wirklich verstanden, also mit Wirkung auf mein Leben. Bis dahin bleibt es mir so oberflächlich wie ein Kleidungsstück, das ich jederzeit wieder ausziehen kann. Und äußert sich massiv in Besserwisserei. Oder in einem Tunnelblick, der durch eine rosarote Brille sieht. Ich weiß das, ich kenne mich und muss aufpassen, ich falle sonst gerne in dieses Muster zurück.

 

 

Dieses Buch wendet sich an unterschiedslos alle Menschen, ohne Ausnahme: An Menschen, die vorwiegend intellektuell und mit ihrer linken Hirnhälfte der Gedanken und der linearen Logik unterwegs sind und solchen, die den weiblichen Zugang der rechten Hälfte durch Intuition, Kreativität und Gefühle bevorzugen und auch ganz egal, in welchem Bewusstsein und in welcher Schwingungshöhe sie gerade leben. Ich möchte die blinden Flecken jeden Bewusstseins mit neuem Leben füllen.

 

 

Die Spirituellen unter meinen Lesern bitte ich, nicht abzuspringen, nur weil sich die Energie des Buches nicht durchgehend lichtvoll, erhaben und förderlich anfühlt, wie sie es von spiritueller Literatur gewöhnt sind. Da es beim Weltuntergang um unseren gemeinsamen kollektiven Schatten geht, lade ich sie stattdessen ein, noch einmal mit mir hindurch zu tauchen. Diesmal ganz kraftvoll, klar, geerdet und bewusst und als Dienst an der Erde. Tauchen wir also erneut durch den kollektiven Schatten hindurch, wo wir bisher vor allem unseren persönlichen Schatten integriert haben. Es ist wichtig, aus der rosa Wolke immer mal wieder mitten ins bunte Leben zu springen. Und zu erschaffen. Um das konkret bestens tun zu können, liefert uns erst der Schatten die detaillierten Informationen, wo die Quelle mit uns hinwill. Sozusagen als Kontrastprogramm.

 

 

Schon der klassische mathematische Psychologe Piaget hatte erkannt, dass unser Lernen in zwei Phasen passiert: Assimilation und Adaptation. Assimilation ist die Aufnahme der neuen Informationen. Ich werbe dafür, diese Assimilation für die Dauer des Buches widerstandslos, urteilslos und bedingungslos zu tun, so wie eine Amöbe ihre Beute umfließt und dann in sich aufnimmt und sich einverleibt. Aufnahme erweitert unser Wissen. Die zweite Phase, die Adaptation, ähnelt dann dem Verdauungsprozess der Amöbe, es ist die Einbettung des ganzen, aufgenommenen Zeugs in unser bisheriges Bewusstsein, eine bewusste und auch energetische Integration. Und dann scheiden wir wieder aus, was wir nicht verdauen konnten, was wir nicht einbauen konnten in unser Bild von der Welt. Beides sollten wir zulassen, um unser Bewusstsein neu zu kalibrieren, und das müssen wir, um bestens gerüstet zu sein für unsere fröhliche Passage durch den Weltuntergang. Ich bitte um nichts weniger als darum, dass auch Leser mit einem bereits erweiterten Bewusstsein sich noch einmal ganz auf diese Assimilation einlassen. Mach es wie die Amöbe, die umschließt erst einmal alles. Und verdaut erst danach.

 

 

Entscheide dich also bitte, dieses Buch ganz zu lesen - oder lege es gleich wieder weg. Denn dieses Buch könnte dein Bewusstsein verändern. In jedem von uns gibt es einen sabotierenden Zensor, der versuchen wird, die Aufnahme zu verhindern. Er will, dass du so bleibst, wie du bist. Doch wenn wir das alle tun und immer so weitermachen, ist uns die Katastrophe gewiss. Wir müssen offen sein für Veränderung.

 

In jedem Bewusstsein gibt es Abschaltbegriffe und -energien, die es zu überwinden gilt für ein besseres Verstehen und eine nächst höhere Bewusstseinsstufe. Um mal eine mathematische Analogie dafür zu verwenden: Wir dürfen nicht beim Rechnen mit ganzen Zahlen stehen bleiben und dann noch Wurzeln ziehen lernen, wir müssen uns alle in dieser schwierigen Situation sogar noch mit den imaginären Zahlen der unvorstellbaren, negativen Wurzelinhalte beschäftigen. Jedem Bewusstsein folgt ein nächst höheres. Und ich vermute, das hört auch nicht auf, selbst die Quelle entwickelt sich mit uns weiter. Ich bitte dich also, bleibe neugierig wie ein Kind. Schon Jesus soll gesagt haben, dass dir dann das Himmelreich sicher sei. Na also!

 

 

Als Lao Tse, ein weiser Mann im alten China, in Rente ging und sich von seiner Umgebung verabschiedete, bat man ihn, den Weisen, doch noch einen Leitfaden zurückzulassen, damit seine Weisheit nicht mit ihm verloren ginge. Und so setzte sich dieser chinesische Rentner ans Werk und schrieb das Tao Te King, ein empfehlenswertes Buch der Weltliteratur. Mein Buch ist mindestens genauso wichtig, und da mich kein Mensch in meiner Umgebung gebeten hat, musste ich mich eben selbst darum bitten es zu schreiben. Ich bin davon überzeugt, dass ich entdeckt habe, wie wir in Nullkommanix den Himmel auf Erden erschaffen - und natürlich eine sichere Passage. Meine Tochter nennt das meinen 'latenten Größenwahn'.

 

Der überraschende Lösungsansatz dieses Buches ist nicht neu. Er wurde schon von zahlreichen Menschen vor mir entdeckt. Viele sind mir vorausgegangen oder an meiner Seite gewandert und ihnen widme ich dieses Buch und gedenke ihrer in Dankbarkeit. Der Lösungsansatz selbst ist allerdings so vielfältig und multidimensional und erfordert auf Bewusstseinsebene so was wie den 'Umgang mit imaginären Zahlen'. Daher hielten es die meisten Menschen, die das schon vor mir erkannt und versucht haben, es für völlig ausgeschlossen, es einem anderen Menschen so zu erklären, dass er es verstehen und umsetzen kann.

 

 

"Der Mainstream ist so weit weg von dem, was hier wirklich Sache ist," sagten mir dann die einen. Wieder andere in meiner Umgebung lästerten über die esoterischen Spinner und Träumer, die "an so was glauben". Doch sie verkannten dabei, dass sie sich selbst gerade abgeschaltet hatten, denn die esoterischen Spinner glaubten oft gar nicht, die wussten es einfach! Die angeblichen 'Spinner' konnten nur schon mit imaginären Zahlen rechnen, während die anderen noch im Zahlenraum der Bruchrechnung Lösungen für Gleichungen suchten, die in diesem Zahlenraum (Bewusstsein) einfach nicht zu finden waren!

 

 

Monatelang fühlte ich mich auch selbst mit der Aufgabe überfordert, doch allmählich gewann ich Vertrauen, die Aufgabe zu bewältigen. Wer, wenn nicht ich, könnte diese Zusammenhänge so erklären, dass selbst ein Zehnjähriger sie versteht? Ich habe schließlich viele Jahre lang Mathematik und Wirtschaftskunde an einer Realschule in Mainz unterrichtet und später in Berlin noch den Sonderschullehrer für Verhalten und Lernen nachstudiert und eine Ausbildung zur Mediatorin obendrauf gesetzt: Alles, um Schüler zu fördern, die sich schwer damit tun, etwas zu lernen oder gar ihr eigenes Verhalten so zu korrigieren, dass es ihnen selbst und anderen nicht mehr schadet.

 

 

Auf meinem Weg habe ich bemerkenswerte Erkenntnisse und Werkzeuge gefunden, die es - einmal verstanden und angewandt - uns allen erlauben werden, den Himmel auf Erden zu erschaffen. Nein, ich nehme den Mund nicht zu voll. Der Himmel auf Erden ist mittlerweile für mich so wahrscheinlich geworden, dass ich am liebsten mit unserer Bundeskanzlerin sagen wollte, "das ist alternativlos". Das mit dem Himmel auf Erden natürlich, und nicht unsere Bundeskanzlerin oder was sie selbst dazu beisteuert. Wenn ich nicht davon überzeugt wäre, würde ich mich nicht an dieses Buch setzen: Glaube mir, ich hätte Besseres zu tun, als monatelang hinter dem Computer zu verschwinden!

 

 

Was ich tue, mache ich gründlich, darin bin ich sehr deutsch. So wird dieses Buch auch viele Dinge enthalten, die in dieser Form noch nie zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Denn nur ganzheitlich wird das was mit unserem Himmel auf Erden. Was ich hier vorstelle, geht auch weit über das hinaus, was momentan normalerweise als ganzheitlich betrachtet wird. Das Verständnis der Menschheit vom imaginären Zahlenraum reicht quasi nicht aus, das Mainstream Bewusstsein selbst muss zu einem kollektiven imaginären Bewusstsein finden. Es geht nicht um eine Ansammlung von noch mehr Wissen und Meinungen. Das ist nicht mehr Bewusstsein, das ist nur eine Ansammlung von noch mehr Matrix.

 

 

Es geht auch weniger um das Verstehen der Ursache unserer Probleme und darum, sie dann bestens zu lösen. Damit betreten wir vor allem das schlüpfrige Spielfeld der Matrix, ein Schlachtfeld, auf dem sie längst Meisterschaft erlangt hat und uns konsequent an die Wand spielen wird. Bewusstes Erschaffen ist anders. Bewusstsein selbst ist ganz anders. Es ist vor allem ganz einfach und auf jeder Stufe wieder ganz neu. Und es gilt, viele Stufen zu nehmen. Es ist auch für jeden zugänglich, du brauchst dafür nicht einmal die Hauptschulreife. Ich selbst habe ganz viel von meinen eigenen Kindern gelernt. Aufwachen zu einer neuen Stufe des Bewusstseins ist gleichzeitig schwer und verblüffend einfach. Es kann dich schockieren, was du herausfindest. Doch dein Leben wird auch so viel mehr Spaß machen, wenn sich dein neues Bewusstsein weiter entfaltet.

 

 

Dieses Buch will dich dazu inspirieren. Alles, was ich behaupte, kannst du auf den Prüfstand stellen, ich mache das auch so. Ich sage auch nicht, ich habe recht. Ich sage nur, probier es aus! Ich lade dich also hiermit ein zu einer etwas anderen Entdeckungsreise, eine durch den Dschungel deines Wissens, deiner Erfahrungen, deiner Gefühle und deiner Persönlichkeit hin zu dir selbst, um für dich und deine Lieben eine sichere Passage durch die Wirren der Zeit zu erschaffen. Lass uns die blinden Flecken auf der Landkarte unseres Bewusstseins erkennen, mit Leben füllen und gemeinsam einen Weg finden, der uns fröhlich durch den Weltuntergang führt.

 

Ich wünsche uns allen eine gute Reise!

 

 

Julianne Becker (Eh-Yh-Ra)

 

Idar-Oberstein im Juli 2018

 

 

 

 

 

Der Weltuntergang - wir sind mittendrin

 

 

 

Das Thema „Weltuntergang“ faszinierte die Menschen sicher schon immer, doch mit den medialen Möglichkeiten der Moderne lassen sich selbst die wildesten Szenarien auch noch eindrücklich durch Bücher, Filme und Computeranimationen in eine für alle verständliche, unterhaltsame und fast schon erfahrbare Form gießen. Nach dem Kinobesuch oder dem Filmgenuss ist man sichtlich erleichtert: Gottseidank. So schlimm ist es in Wirklichkeit dann doch nicht! Gut, irgendwo auf der Welt und irgendwann ist es Menschen vermutlich schon so oder so ähnlich passiert. Doch nicht hier und jetzt, was für ein Glück! Und dann sind wir froh, wir leben noch und wir leben gut.

 

 

Psychologisch gesehen können wir so unsere Ängste abbauen, sie kanalisieren oder aber auch fantasievoll verstärken und weiterspinnen, je nachdem, wie wir damit umgehen, konstruktiv oder destruktiv. Erst hielt uns das Millennium mit dem bevorstehenden Computergau in Angst, weil die Hardware nicht auf den Übergang zum nächsten Jahrtausend vorbereitet war, dann kam der Maya-Kalender und seine Ankündigung des Endes der Zeit für 2012. Es ist auch erstaunlich, wie viele Endzeitvisionen und Prophezeiungen sich genau auf unsere Zeit zu beziehen scheinen, angefangen von Nostradamus mit dem Antichristen und dem dritten Weltkrieg über Irrlmaier, der ebenfalls diesen dritten Weltkrieg kommen sah, und Johannes aus der Bibel, der in seiner Offenbarung das Neue Jerusalem entstehen sieht. Auch zahlreiche, weniger bekannte und auch moderne Propheten reihen sich da ein.

 

 

Längst hat Hollywood sich einem so spektakulären Thema angenommen und alle Szenarien durchgespielt, die man sich nur vorstellen kann. Wir wurden umfassend 'gebildet', was so alles passieren kann. Und das Fernsehen stand dem nicht nach, es befasste sich in Serien, Reportagen und Filmen ebenfalls ausgiebig mit einer möglichen Bedrohung. In deutlicher Erinnerung blieb mir der Film '2012' mit einem Zusammenspiel aus Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Flutwellen. Oder der deutsche Film über einen Vulkanausbruch in der Eifel, der sich bis nach Frankfurt und darüber hinaus auswirkte. Die Vulkankammer unter der Eifel erschuf mit ihren riesigen Gasblasen die typischen Maare der Eifel. Das war auch nicht unrealistisch. Der letzte Ausbruch liegt nur zwölftausend Jahre zurück; und das ist in der Erdgeschichte fast noch gestern. Wir bewegen uns möglicherweise auf sehr viel dünnerem Eis, als uns lieb und bewusst ist.

 

 

Bisher kam also noch kein größerer Weltuntergang. So schlimm wurde es bisher nicht. Waren diese Prophezeiungen dann ein Fehlalarm der Seher und Propheten? Andererseits können wir eine Zunahme von katastrophalen Ereignissen und ihre Verstärkung wie Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben beobachten und empirisch beweisen, alle mit schweren Folgen. Für die Betroffenen war das ganz sicher ein Weltuntergang. Ganze Teile unsere Zivilisation wurden weltweit immer wieder in kürzester Zeit zerstört und viele Menschen verloren ihr Leben, ihre Gesundheit, ihr Zuhause und ihre wirtschaftliche Existenz. Man nennt diese Naturkatastrophen dann 'Jahrhunderthochwasser' oder 'Wolkenbruch' oder eine Überschwemmung von nie da gewesenem Ausmaß, oder ein ganz besonders starkes Erbeben oder ein Wirbelsturm mit gewaltiger, zerstörerischer Kraft. Gleichzeitig erwärmt sich unsere Atmosphäre, was auch ganz allmählich zu dramatischen klimatischen Veränderungen führen wird.

 

 

Das alles ist noch kein globaler Weltuntergang, zumindest nicht, wie ihn die Filme schildern. Ich frage mich dennoch: Haben wir nicht unweigerlich schon Kurs auf ihn genommen? Sind wir vielleicht schon mittendrin und verursachen wir ihn sogar selbst? Findet der Untergang der Menschheit, wie wir ihn uns vorstellen, nur viel, viel langsamer statt, und an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten? Zieht er sich über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hin?

 

 

Es ist vielleicht wie in der Geschichte vom Frosch, der ganz langsam gargekocht wird und genau deshalb im Kochtopf bleibt und nicht aus dem heißen Wasser springt, weil die Temperatur nur ganz langsam ansteigt. Es ist halt so gemütlich im wärmeren Wasser! Vielleicht werden wir als menschliche Zivilisation auch gerade ganz langsam gargekocht. Würde die Temperatur zu schnell angehoben, würde der Frosch erschrecken und raus hüpfen. Die langsame Temperatur- und Stresspegel-Erhöhung macht träge und denkfaul und untätig. Keine gute Überlebensstrategie für den Frosch. Und für uns Menschen auch nicht.

 

 

Was wäre, wenn der Weltuntergang noch in diesem Leben über uns hereinbrechen würde, in der einen oder anderen Form, falls wir nicht aus dieser Trägheit und schicksalhaften Ergebenheit aufwachen, in der wir alles einfach über uns ergehen lassen, was andere über uns entscheiden? Können oder wollen wir daran etwas ändern? Und wenn ja, wie? Ich selbst bin davon überzeugt, dass die gesamte Menschheit sich auf ihr volles schöpferische Potential besinnen sollte und es nutzen, um den Kurs zu ändern. Sonst wird schon bald die Welt für ganz viele untergehen. Jedenfalls die selbstbestimmte, gesunde, natürliche Welt.

 

 

Wie würden wir uns eigentlich fühlen, wenn wir die Symptome des Weltuntergangs ganz klar erkennen könnten? Was wäre, wenn im gleichen Maß, wie wir erschüttert werden, auch neue Kräfte und Ideen in uns geboren würden, um diesen Herausforderungen vergnügt und sicher zu begegnen? Und auch nur dann? Hätten wir dann auch noch Angst davor, die ganze Wahrheit, die ganze Tiefe des Bösen zu erkennen, das auf der Welt geschieht, oder wollten wir die ganze Wahrheit sogar im Gegenteil ganz schnell und umfassend erfahren und hinter uns bringen, um diese Kraft der Veränderung in uns zu wecken? Würden wir dann nicht jeden Whistleblower begrüßen als Helden und Hüter des Grals zu einer positiven Veränderung? Würden wir dann nicht immer noch genialere Ideen und Methoden entdecken, das Schlimmste abzufedern oder zu verhindern? Und wieder gut machen, was menschenmöglich ist?

 

 

Bisher ist die Menschheit noch immer an ihren Problemen gewachsen. Wir brauchen jetzt die Erfahrung und die Ideen und den Einsatz aller. Dann haben wir vielleicht eine Chance. Wie wäre es, wenn jeder Mensch, der gerade aus seiner Trägheit aufschreckt, weil seine Komfortzone erschüttert wird, gleichzeitig in sich Ideen und Fertigkeiten des Überlebens mobilisieren könnte, die ein Segen für uns alle wären? Vielleicht brauchen wir buchstäblich jeden, so wie ein Auto auch jedes kleinste Schräubchen braucht? Und eben nicht nur den Fahrer hinter dem Steuer. Nicht nur die Bundeskanzlerin Merkel, sondern genauso dich und mich. Ich glaube, erst wenn wir das ganze Ausmaß der Bedrohung erkennen und auch, woher uns das größte Unheil droht, können wir gemeinsam dran gehen, eine bessere Zukunft anzusteuern.

 

 

Unser Planet zerstört und erneuert sich an seiner Oberfläche auch ohne unser Zutun immer wieder selbst. Er kann das ganz alleine. Ganze kontinentale Platten tauchen untereinander, wobei die untere eingeschmolzen wird. Gebirge falten sich weiter auf, Kontinente zerreißen. Das alles hat es nicht nur in der Geschichte der Erde gegeben. Es geschieht jetzt. Nur eben sehr, sehr langsam. Nichts bleibt, wie es ist.

 

 

Unsere Siedlungen stehen oft auf ziemlich gefährdetem Boden. San Franzisko zum Beispiel wurde auf dem Andreasgraben erbaut, wo Erdbeben und Auseinanderdriften der Platten gewiss sind. Wann kommt es also, das finale Erdbeben für diese Stadt? Oder unsere Siedlungen liegen so dicht an der Küste, dass sie bei steigendem Meeresspiegel in einer Sturmflut nicht mehr gehalten werden können. An der norddeutschen Küste gibt es noch Überlieferungen davon, wie vor Jahrhunderten einige Inseln für immer im Meer versanken. Die Klimaerwärmung lässt weltweit die Gletscher abtauen und den Meeresspiegel steigen. Kommt das also wieder?

 

 

Die scheinbar so feste Erdkruste, auf der wir leben, ist immer in Bewegung. Getrieben vom flüssigen Magma darunter und von der Rotation der Erde und der Konvektion durch Temperaturunterschiede stoßen die festeren Schollen aufeinander. Diese Bewegungen heben und senken den Boden und führen zu Erdbeben, Erdrutschen und Vulkanausbrüchen. Vulkane hinterlassen fruchtbaren Boden, irgendwann danach. Deshalb haben Menschen immer schon auf den Hängen aktiver Vulkane gesiedelt und mit der Gefahr gelebt. Die Platten stoßen auch im Meer aufeinander, starke Seebeben sind die Folge. Sie verursachen Tsunamis, riesige Flutwellen, die über Küsten und Strände hinweg rollen. Durch die Medien erleben wir die Folgen heute fast schon hautnah. Wo unsere Ahnen sich eine Sintflut noch kaum vorstellen konnten, wie sie in der Bibel steht, sehen wir die entsetzlichen Geschehnisse aus der Perspektive von Betroffenen - über die Handykamera. Dabei gehen wir immer davon aus, dass die Platten, die jetzt unter Wasser liegen, auch dortbleiben und sich nur die Küstenlinien verändern werden, wenn der Wasserpegel steigt. Doch wenn sich Gebirge auffalten können, warum sollten sich nicht auch ganze Ebenen heben oder senken?

 

 

In den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten haben wir unsere Erdkruste vielen zusätzlichen, künstlichen Einflüssen ausgesetzt. Bergbau und Tagebau gab es schon seit Jahrtausenden, aber noch nie in dieser Größenordnung. Die Erdöl- und Erdgasförderung leert riesige Blasen tief in der Kruste, auch das führt zu Bewegungen. Vom Untertagebau kennen wir das Reißen und Einstürzen von Häusern hunderte Meter darüber, doch Hohlräume im jetzigen Ausmaß hat die Menschheit noch nie erzeugt oder mit anderen Materialien gefüllt. Mit Fracking werden die Techniken zum Abbau der Ressourcen auch immer aggressiver. Wissen wir wirklich, was da in der Kruste passiert, in der Erde, auf der wir leben? Wenn Erdöl unter dem Meeresboden gefördert wird, muss man da nicht auch den Einsturz solcher Hohlräume befürchten? Könnte der menschliche Eingriff der Ölförderung nicht auch einen Tsunami vor unserer Haustür auslösen - in der Nordsee?

 

 

Unsere moderne Zivilisation hat die Ansichten der Naturvölker zur Ausbeutung der Erde milde belächelt. Warnungen schlug man in den Wind, überheblich weiß man es immer noch besser. Menschen, die noch mit der Erde verbunden leben, gehen weltweit unisono davon aus, dass die Metall führenden Schichten, die Kristall-Lagerstätten und die Wasseradern wichtige Energiemeridiane der Erde sind, in die man nicht eingreifen sollte. Man nennt sie Drachenwege oder Leylines. Es sind Energiebahnen in der Erdkruste, die für das Gleichgewicht sorgen, auf das wir angewiesen sind. Sie halten die Erde ruhig und stabil. Die Naturvölker beschwören uns (ihre unvernünftigen jüngeren Verwandten) seit Jahrhunderten, diese Harmonie wiederherzustellen oder zumindest nicht noch weiter zu stören, um unser aller Überleben willen.

 

 

Wir im Westen setzen für unsere Gesundheit auf die Chemie und die Physik, auf alles, womit man Geld verdienen kann: Physiotherapie, Medikamente, Fitnessstudios. Unsere Zivilisation hat einen Tunnelblick entwickelt. Lange Zeit wurde das östliche Wissen über die Energiemeridiane belächelt oder der Erfolg der Akupunktur für einen Placebo-Effekt gehalten, weil man die Meridiane nicht wissenschaftlich nachweisen konnte. Doch immer mehr Menschen im Westen haben dann praktisch erfahren, dass da etwas dran sein muss und dass die östliche Tradition sehr wohl heilen kann. Auch im menschlichen Körper verläuft die Energie also in unsichtbaren Bahnen, den Meridianen. Werden die Meridiane gestört, wird der Mensch krank. Fehlt ihm seine Energie auf Dauer, so wird er frühzeitig sterben. Bei unserem Körper verstehen wir das mittlerweile. Doch unsere Erde halten wir für ein totes Stück Materie, auf dem wir nur zufällig existieren.

 

 

Wir haben offenbar ein völlig falsches Bild von der Erde. Und genau diese Vorstellung verleitet uns zu falschem Handeln. Wenn unsere Astronomen heute im Universum nach Leben auf erdähnlichen Planeten suchen und uns erzählen, welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen, erkennen wir erst, wie ideal der genau jetzige Zustand unseres Planeten und die Konstellation im Sonnensystem und auch das jetzige Biotop für menschliches Leben ist, wie wir es kennen. Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass sich Leben entwickelt, ganz im Gegenteil, das Leben ist sehr fragil! Was wäre, wenn die Lebendigkeit, die wir heute nur der Flora und Fauna in unserer Natur zuschreiben, eigentlich ein Grundmerkmal der Erde selbst wäre? Ist nicht der Wasserkreislauf unserem Blutkreislauf vergleichbar? Was wäre, wenn unser gesamter Planet selbst auch nur ein Riesenorganismus ist, und eben nicht ein toter, wässriger Steinball, der in der Weite des Alls seine Runden dreht, zu der wir ihn gerade in unserer Vorstellung machen?

 

 

Spinnen wir die Idee weiter, könnte die globale Vernetzung der Menschen über das Internet sogar gerade eine Struktur entstehen lassen, vergleichbar der Synapsenbildung unserer Nervenzellen? Reift die Menschheit gerade zu dem bewussten Gehirn dieses lebendigen Planeten heran? Wird also die Erde selbst voll bewusst erwachen, so wie wir uns das Erwachen des ersten Menschen vorstellen? Würden wir davon überhaupt erfahren? In wissenschaftlichen Versuchen jedenfalls nicht! Oder weißt du etwa, wie bewusst eine einzelne deiner Zellen oder ein Organ ist? Ein lebendes System wird sich immer wieder in ein neues Gleichgewicht bringen, das ist ein Merkmal von Lebendigkeit. Bewusstsein ist das andere. Zähle bitte zwei und zwei zusammen: Entweder wir selbst stellen eine neue Harmonie mit unserem Mutterplaneten her oder er macht das auf seine Weise, denn jedes Lebewesen will leben. Wäre die Erde ein Hund, sie würde sich schütteln, bis die Flöhe aus dem Pelz fliegen!

 

 

Die Meridiane des menschlichen Körpers konnten so wenig nachgewiesen werden wie die Leylines der Erde, und doch funktioniert die Akupunktur. So gesehen, behandeln wir die Erde schon sehr lange und immer stärker mit negativer Akupunktur, um sie maximal zu stören und auszubeuten! Wenn die Energiekreisläufe in unserem Körper gestört werden, entwickeln wir Krankheiten, was passiert dann mit der Erde? Sind Naturkatastrophen vielleicht wirklich, so wie die Naturvölker schon immer behauptet haben, die Krankheitssymptome der Erde selbst? Und könnten die Naturkatastrophen zunehmen, wenn wir immer weiter in ihre sich selbst regulierenden Kreisläufe eingreifen?

 

 

Unsere christliche Kultur ist auf älteren, 'heidnischen' Kulturen gewachsen, die noch mehr mit der Natur verbunden waren. Die Kirchenoberen und ihre Maurer ('Freimaurer' genannt) haben natürlich von den Energiebahnen der Erde gewusst, nur ihre Schäfchen sollten das nicht wissen. Die sollten doch all diesen heidnischen Unfug bitte unterlassen und stattdessen den einen Gott und seine mächtige Stellvertretung auf der Erde verehren. Kultplätze und Kraftplätze entstanden immer dort, wo die Drachenlinien der Erde sich begegneten oder kreuzten. Und siehe da: Auch Kirchen und Kathedralen wurden in den ersten Jahrhunderten immer auf solche Kreuzungspunkte gebaut, um die erfahrbare Kraft Gottes zu verstärken. Davon ist man erst in der Moderne abgekommen. Heute entscheidet der Bebauungsplan darüber, wo eine neue Kirche gebaut wird. Wenn man so will, haben die monotheistischen Religionen möglichst viele entscheidende Akupunkturpunkte (heidnische Kultplätze) der Erde besetzt, um ihre Herrschaft energetisch zu verankern und die vorherigen Kulturen gleichzeitig wie mit einem Radierer auszulöschen.

 

 

Es spielt übrigens keine Rolle, ob du an die Klimaerwärmung glaubst oder nicht. Ob du sie für eine normale Schwankung des planetaren Klimas hältst oder von Menschen verursacht. Die Erde hat Fieber! So könnte man das nämlich auch sehen. Sie muss wieder in ein Gleichgewicht kommen, so oder so. Und diese Läuse im Pelz (unsere Zivilisation) setzen ihr stark zu! Statt sich zu einem vernetzten Gehirn zu entwickeln, das auch bewusst das harmonische Gleichgewicht des gesamten Planeten immer wieder herstellt, läuft alles aus dem Ruder.

 

 

Wahrscheinlich haben alle lebendigen Organismen in ihrer Evolution um dieses Gleichgewicht gerungen. Wer weiß, wie viele Arten evolutionär auf der Strecke blieben, weil sich ihre Gehirnzellen nicht harmonisch mit ihrem Körper vertrugen. Auch durch Aussterben wird ein neues Gleichgewicht hergestellt. Oder eben durch eine Mutation zu einem besser an die Situation angepassten Organismus. Erst durch diesen Evolutionsdruck entwickelten sich neue Arten und neue, natürliche Gleichgewichte und Kreisläufe, sagen unsere Wissenschaftler. Ich bin davon überzeugt, dass wir nur überleben werden, wenn uns ein evolutionärer Sprung gelingt wie von der Steinzeit in die Moderne. Dazu muss man wissen, dass sich das menschliche Erbgut sehr schnell verändert - allen früheren Behauptungen in den Schulbüchern zum Trotz. Entweder überlassen wir diese Veränderung der gewinnorientierten Monsanto-Denkweise und werden in ein paar Generationen zu patentierten, unfruchtbaren Hybriden oder wir nehmen unsere Veränderung selbst in die Hand.

 

 

Diese Veränderung bewusst selbst in die Hand nehmen, das ist mein Ansatz, und wir kommen hier im Buch noch darauf zu sprechen. Ich halte eine selbst induzierte Mutation vom Homo Sapiens Sapiens (dem heutigen Menschen) zum Homo Creativus Pax nicht nur für möglich, sie ist bereits in vollem Gange. Selbst induziert heißt in diesem Zusammenhang, es steht jedem Menschen frei, ob er sich für diese Mutation entscheidet oder nicht. Es ist ein Angebot an jeden Menschen, jetzt sein Bewusstsein auf den imaginären Zahlenraum und höher umzustellen. Wie das geht, erkläre ich dir später.

 

 

Der Homo Creativus Pax, so wie ich ihn nenne, ist ein Mensch, der unter allen Umständen Frieden hält (Pax) und seine schöpferische Kraft bewusst im Einklang mit allem Lebendigen nutzt, um Energien auszubalancieren und auf diese Weise Wahrscheinlichkeiten zu verändern, die die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen (Creativus). Und das kann jeder vom Sofa aus, auch du. Das kann auch jeder lernen, genau wie die Akupunktur. Der Homo Creativus Pax setzt sein ganzes schöpferische Potential frei und hält dadurch Frieden - und strebt bei all seinem Handeln ein Gleichgewicht in Synergie an. Auch wenn du das nicht für möglich hältst, ändert das nichts an der Tatsache, dass es ihn schon überall auf der Welt in Scharen gibt! Nein, in den Mainstream Medien wirst du nichts darüber erfahren, ich werde dich aufklären. Die Neandertaler haben sicher auch lange nichts vom Homo Sapiens Sapiens gehört, einer doppelt auf Verstand getrimmten humanoiden Form, die in ihren Lebensraum einzusickern begann und ihn beanspruchte. Und doch wurden sie schließlich ganz von ihm verdrängt.

 

 

Die Klimaerwärmung lässt nicht einfach nur das Wasser an der Küste steigen und das verfügbare Land wird weniger. Sie bringt noch eine andere nette Überraschung mit sich: Im Permafrostboden Sibiriens und im Polarmeerboden sind riesige Mengen Methangas gespeichert, und dieses Gas wird beim Auftauen des Bodens in die Atmosphäre freigesetzt. Jedes seiner Moleküle hat die vielfache Wirkung von Kohlendioxyd und das wird auf jeden Fall zu einer weiter beschleunigten, verstärkten Klimaerwärmung führen. Im Boden entstehen erst nur große Blasen, als runde Hügel erkennbar, in die man einbrechen könnte, und nach der Entleerung des Gases entstehen Dellen in der Oberfläche der Tundra. Daran ist nichts mehr zu ändern. Taut der Boden, wird die Landpassage für Mensch und Tier auch gefährlich. Dieses Phänomen kannst du bereits beobachten, gib nur immer die entsprechenden Schlüsselbegriffe ein und suche im Internet. Das Gebirge Skandinaviens hat sich stark gehoben, als der Eispanzer der letzten Eiszeit fast ganz abtaute - zumindest im Sommer. Weil das Gewicht des Eises nicht mehr auf ihm lastete. Also wird sich auch die Antarktis heben, wenn das Eis am Südpol schmilzt. Und du glaubst wirklich, dass dies keine Auswirkung auf die Platten hat und ob mehr Vulkane ausbrechen und Erdbeben geschehen, dort wo sie zusammenstoßen?

 

 

Naturkatastrophen nehmen auch in Zukunft weiter zu, extreme Wetterphänomene werden die Klimaerwärmung begleiten. Und wie ich gerade erläutert habe, stehen auch Vulkaneruptionen, Erdbeben, Schlammlawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen in diesem Zusammenhang. Werden die normalen Bewegungen der Luft und des Golfstroms zusätzlich gestört, bleiben ganze Landstriche ohne Regen und andere werden überflutet, Dürrekatastrophen und Waldbrände sind die Folge, Wirbelstürme treten vermehrt auf und ihre Intensität nimmt zu. Mittlerweile sind Wetterkatastrophen dieser Art auch dabei, bei uns in Deutschland anzukommen.

 

 

Sicher hat die Erde solche Extreme schon öfter erlebt. Wir sind es, die auf ein fragiles Gleichgewicht angewiesen sind, unsere Erde wird auf jeden Fall weitermachen, es ist nur die Frage, ob als toter Steinkoloss oder als lebendige und Leben tragende Wiege der nächsten Evolutionsstufe. Wir sind es, die gefährdet sind, und uns ist leider noch nicht bewusst, wie gefährdet wir bereits sind: Wir sind wahrlich mitten im Weltuntergang! Doch der vollzieht sich so langsam, dass der einzelne Floh nicht mitbekommt, dass sein Hund im Sterben liegt. Nicht nur ganz viele Arten sind bereits ausgestorben: Die Erde selbst liegt im Sterben. Sie wird immer schwächer.

 

 

Seit Jahren beobachten Forscher, dass das Magnetfeld der Erde immer schwächer wird. Oh, du denkst, das kann man nicht gleich setzen? Träum weiter! Selbst unsere Wissenschaft hat schon heraus gefunden, dass dies zu Orientierungsproblemen in der Tierwelt führt. Die Veränderungen im Magnetfeld lassen nicht nur Wale stranden oder bringen Vögel von ihren gewohnten Flugrouten ab, sie erzeugen auch Halluzinationen bei uns Menschen. Raumfahrer ohne Magnetfeld und Schwerkraft berichten von Störungen der Emotionen und des Gleichgewichts, aber sie berichten auch von erhöhter Telepathie, Intuition und Kreativität.

 

 

Eine NASA Studie von 1978 fand sogar noch einen viel größeren Zusammenhang: Der Untergang von Hochkulturen fand immer zu Zeiten erhöhter Sonnenaktivität statt. Nun, wir wissen auch, dass Menschen bei Vollmond eher schlafwandeln. Sonnenwinde, Sonneneruptionen und Sonnenflecken treten immer in großen und kleine Zyklen auf. Das war auch den Mayas mit ihrem genauen astronomischen Wissen bekannt. Was sie für 2012 voraussagten, war vielleicht nichts anderes, als dass ganz große, mittlere und kleine Zahnräder der Zeit zu diesem Zeitpunkt so ineinandergreifen, dass sie sich in ihrer Wirkung verstärken, statt zu schwächen oder auszugleichen. Natürlich befinden wir uns noch mitten in diesem Zeitfenster. Und ist nicht auch schon jede Menge passiert?

 

 

Das Magnetfeld der Erde wird also schwächer. Was könnte das bedeuten? Unsere Wissenschaftler erwarten, dass ihrer Theorie folgend das Magnetfeld der Erde vor einem Polsprung schwächer werden müsste, das ist in der Physik fast unbestritten. Und Polsprünge passieren der Erde in regelmäßigen Zyklen. Stehen wir also kurz vor einem Polsprung? Was wäre dann zu erwarten? Welche Konsequenzen hätte das für unsere Spezies und all die anderen Pflanzen und Tiere? Ein Polsprung ist nach dem zyklischem Geschehen sogar längst überfällig! Das sagte auch ein Wissenschaftler neulich im staatlichen Fernsehen, nicht nur ich. Dabei verschwindet das Magnetfeld der Erde für kurze Zeit ganz, und Nord- und Südpol wechseln die Plätze. Doch das nicht alleine, meist rutscht die Erdachse, die sowieso leicht taumelt, an einen neuen Platz. Seit 1931 haben Geophysiker fast 500 Verschiebungen des magnetischen Nordpols nach Nordwesten entdeckt. Beim nächsten Polsprung wird erwartet, dass der Nordpol mit dem Südpol tauscht und sich die Pole gleichzeitig deutlich verschieben: Der Südpol wird vermutlich nach Sibirien hineinrutschen und der Nordpol in den Pazifik östlich der Südspitze von Südamerika. Upps: Dann tauen Nord- und Südpol ja erst recht auf! Und bis sich neues Eis an den neuen Polen bildet, wird es eine Weile dauern.

 

 

Springen die Pole, also die Enden der Erdachse an eine andere Stelle, ist das so, als würdest du an einem Ball umgreifen, während du ihn drehst. Damit verändern sich alle Klimazonen. Der Äquator liegt anders. Sollte die Erdachse so wie erwartet springen, dann hätten wir Deutschen zumindest Glück: Wir würden immer noch auf dem gleichen Breitengrad liegen. Aber sollte der Golfstrom als riesiger Klimamotor sich in seiner Richtung ändern oder ganz ausfallen, könnten wir trotz dieser Lage davon ausgehen, dass unser Klima sich verändert.

 

 

Unsere Erde hat nicht die ideale Rundung eines Balls: Durch die Rotation wurde sie abgeflacht an den Polen. Nimm also vielleicht einen verformbaren Ball und knautsche ihn an den Polen. Nun greife um und drehe weiter: Du siehst, genau diese Abflachung führt nun zu einer Unwucht in der Drehung. Während sich die Erde danach selbst sicher über die Jahre wieder auswuchtet, dürfen wir damit rechnen, dass die Erdkrusten stark reagieren müssen. Wenn die Achse springt, kommt es also unweigerlich zu Vulkanausbrüchen, Tsunamis, und auch zu allen anderen Naturkatastrophen, die wir kennen. Können wir trotzdem überleben? Als Homo Creativus Pax: Ja. Für den Homo Sapiens Sapiens habe ich da wenig Hoffnung.

 

 

Was macht das Magnetfeld mit uns Menschen? Nun, es schützt uns vor der Strahlung der Sonne, es lenkt die lebensfeindlichen, elektrisch geladenen Teilchen um zu den Polen, woraus dann ganz herrliche Nordlichter entstehen, wenn sie in die Atmosphäre eintreten. Längst ist uns bekannt, dass das Magnetfeld selbst eine Wirkung auf uns hat. Fällt es ganz aus, drehen wir vielleicht durch. Unruhen und Krawalle, Suizide und andere verrückte Handlungen könnten die Folge sein. Dann sind wir auch nicht mehr vor der Strahlung der Sonne geschützt, das wäre einem Ozonloch rund um den Erdball vergleichbar. Vielleicht könnte man sich tagsüber nicht mehr auf der Erdoberfläche aufhalten. Man müsste sicher auch warten, bis sich die Erdoberfläche wieder beruhigt und neu geordnet hat.

 

 

Wohin du auch blickst, eines ist sicher: So geht es nicht weiter. Naturkatastrophen nehmen zu. Die Überlieferungen der Eingeboren rund um den Globus behaupten, dass wir direkten Einfluss auf die Naturgewalten haben, und ich sage das auch. Ihre religiösen Bräuche haben genau diesen Erfahrungshintergrund. Darauf kommen wir noch. Wir können besänftigend wirken auf die Phänomene der Natur oder sie verstärken. Die Zunahme und Drastifizierung von Naturkatastrophen (z. B. Erdbeben), wie wir sie weltweit auch objektiv wissenschaftlich feststellen können, könnte in direktem Zusammenhang stehen zu der Art und Weise, wie ausbeuterisch unsere Zivilisation mit der Erde umgeht. Wir greifen in immer tiefere Erdschichten ein, egal, ob wir im Tagebau Erz abbauen oder Erdöl fördern aus dem Meeresboden oder Fracking betreiben. Ohne die Zusammenhänge zu verstehen, machen wir alles, was technisch möglich ist und Gewinne verspricht. Und die Erde verstärkt eben auch ihre Reaktionen; alles wird drastischer und schaukelt sich auf.

 

 

Dass du dir diesen Zusammenhang nicht vorstellen kannst, hat nichts damit zu tun, ob er objektiv da ist und ob man ihn wissenschaftlich beweisen kann. Die Naturvölker hatten vielleicht kein Navi und kein Handy, dafür aber einen geschärften Orientierungssinn. Sie blickten auf lange Perioden der Ursache-Wirkungs-Beobachtung im Umgang mit der Natur zurück. Das waren Langzeitbeobachtungen oft über Jahrhunderte, die sie ausgewertet haben. Sie sprechen zum Beispiel mit ihrem Vulkan und lieben und besänftigen ihn. Es mag dir kindisch erscheinen, aber was wäre, wenn ihr kollektives Unbewusstes sich genau dadurch mit den inneren Geschehnissen des Berges so verbindet, dass sie ahnen können, wann er ausbrechen wird, Stunden vorher, oder dass sie konkret träumen, was sie tun müssen, um ihr Dorf zu retten? Tiere wittern die Gefahr oft so rechtzeitig, dass sie sich in Sicherheit bringen können. Wir haben diesen Sinn vermutlich nur einschlafen lassen. Wenn du selbst wittern kannst, wann woher Gefahr droht, wirst du Vorsorge treffen können oder rechtzeitig flüchten. Für den Weltuntergang ist das eine gute Idee.

 

 

Auch wenn du das für reinen Humbug hältst oder für den Auswuchs religiöser Verblendung, ich habe es persönlich schon mehrmals erlebt, dass eine im Freien meditierende Gruppe die dichte Wolkendecke über sich zu einem großen kreisrunden Loch direkt über sich öffnen konnte, und der klare Sternenhimmel sichtbar wurde. Wir sind so borniert in unserer Zivilisation, dass wir es nicht einmal ausprobieren wollen! Wir können es uns nicht vorstellen, deshalb versuchen wir es nicht und machen keine Erfahrungen damit. Lieber fühlen wir uns fortschrittlich überlegen, behalten recht und lassen unsere Wahrnehmung verkümmern. Die indianischen Fährtenleser sahen noch viel mehr als die europäischen Einwanderer, sie konnten Spuren lesen. Diese Völker hatten eine lange Tradition, direkt mit den Elementen ihrer Umgebung zu leben. Können wir es uns überhaupt leisten, nicht auf sie zu hören?

 

 

Die meisten Menschen denken bei Weltuntergang vor allem an Gefahren, die uns aus dem Kosmos überraschen. Es könnte Meteore oder unser eigener Weltraumschrott vom Himmel fallen und jährlich tun das auch geschätzte fünfzig Tonnen. Meistens verglühen diese Bomben noch in der Atmosphäre, bevor sie auf dem Boden einschlagen könnten. Wir sehen sie als Sternschnuppen. Sind diese Wurfgeschosse groß genug, dann kann alles Leben auf der Erde aussterben. Fast alles. Und das ist auch schon passiert, danach würden sich ganz andere Lebensformen als unsere jetzt bekannten in den Vordergrund drängen. Sicher könnte sich auch daraus neues intelligentes Leben entwickeln.

 

 

Heute gehen unsere Wissenschaftler davon aus, dass die Dinosaurier vor etwa achtzig Millionen Jahren durch eine kosmische Katastrophe ausstarben. Ein großer Meteorit kam über dem heutigen Mexiko nieder und schlug mit der Zerstörungskraft etlicher Atombomben an der Küste in den Golf von Mexiko ein. Dieser Einschlag hatte eine tödliche Wirkung auf seine direkte Umgebung. Es muss auch von einer sich anschließenden, riesigen Flutwelle und massiven Staubwolken ausgegangen werden, etwa wie beim Ausbruch des Supervulkans im Yellowstone Park der USA immer mal wieder. Der äußere Mantel der Erde wurde ganz sicher auch heftig erschüttert, was weltweit zu Vulkanausbrüchen führte. Dadurch wurden noch mehr giftige Asche- und Gaswolken in die Atmosphäre geschleudert, oder es flossen Lavaströme und heiße pyroplastische Ströme übers Land.

 

 

Die Dinosaurier an anderen Orten als Mexiko starben nicht unmittelbar aus; nur ihre Verwandten in den unmittelbaren Gefahrenzonen traf es sofort oder sie gingen an den Spätfolgen elend zugrunde. Vielleicht wurden sie auch nur zeugungsunfähig und ihr Immunsystem geschwächt, das genügt auf Dauer auch, um eine Art aussterben zu lassen. Das Worst Case Szenario der Wissenschaft geht noch weiter. Das Meer und die Flüsse der Umgebung kochten vermutlich, auch das tötete viele Tiere und Pflanzen. Die Atmosphäre wurde erst einmal sehr heiß. Wer sich nicht unter die Erde verkriechen konnte, wurde verbrannt oder von giftigen Dämpfen erfasst. Dann verdunkelte sich die Sonne mit der aufsteigenden Staubwolke und eine Dämmerung mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt brach für mehrere Jahre über der Erde herein. Das Sterben, das qualvoll lange Verenden und die Spätfolgen als Krankheiten und Siechtum, Hunger und Durst verbreitete sich rund um den Globus. Der bis zu fünfjährige globale Winter war der echte Schock.

 

 

Man nimmt an, dass zuerst die großen Pflanzenfresser ausstarben, denn die Pflanzenwelt verdorrte umgehend ohne Sonnenlicht. Wie lange halten unsere Zimmerpflanzen durch ohne Sonnenlicht, wenn wir die Rollläden unten lassen? Die Kaltblüter erstarrten schnell oder sie wurden zumindest sehr langsam. Sie konnten sich nur bewegen, wenn die Sonne mal etwas durchkam. Räuberische Warmblüter fanden gleich richtig gute Beute bei so vielen geschwächten Tieren. So begann das Große Fressen, denn in jeder Situation gibt es Gewinner. Vermutlich wurde das gesunde Quellwasser sehr schnell sehr knapp, denn von oben regnete es Gift und Asche. Den Aasfressern ging es eine Weile am besten, zumindest wenn die Tierkadaver noch nicht vergiftet waren. Wenn die Pflanzen sterben, sinkt ja auch der Sauerstoffgehalt der Luft rapide! Ohne Sauerstoff kein Leben. Stell dir zusätzlich alleine die Vergiftung und Seuchen durch all die herumliegenden Kadaver vor!

 

 

Arten, die sich in einen Winterschlaf begeben konnten, der ihre Lebensfunktionen herunterfuhr, ohne dass sie starben, und Arten, die sowieso in Höhlen und im Untergrund oder nahe dem Gefrierpunkt und ohne Pflanzen zurechtkamen, hatten nun einen großen evolutionären Vorteil. Sie konnten den jahrelangen Dauerstress mit einer Kettenreaktion von Problemen am besten überleben und besetzten, als sich die Erde wieder beruhigt hatte, die ökologischen Nischen, die durch das Aussterben der Dinosaurier frei geworden waren. Auch die Pflanzenwelt änderte sich; rasch besiedelten die überlebenden Pflanzenarten auch ihre neuen Freiräume, sobald die Sonne wieder durchkam. Langsam entstand ein neues, ein anderes Fließgleichgewicht der ökologischen, gegenseitigen Abhängigkeit.

 

Dieser einen Katastrophe alleine verdanken wir die Blüte der Säugetiere und damit unsere Existenz.

 

Halten wir fest: Was uns rückblickend in der Geschichte wie ein punktuelles Ereignis erscheint, zog sich in seinen globalen Folgen noch über Jahre und Jahrzehnte hin. Hätten gleichzeitig mit den Dinosauriern schon Menschen gelebt, sie hätten womöglich als Art in Höhlen überleben können, aber nicht ohne dass die besondere Gefährlichkeit der Situation, der Hunger, die Kälte und die Immunschwäche zu einer starken Dezimierung der gesamten Art geführt hätten. Es genügt für das Überleben einer Art ja, dass zumindest so viele Individuen überleben, dass der Genpool sich erneuern und stabilisieren kann. Die Biologen können mittlerweile bei fast jeder Art einschätzen, wie groß eine Population sein muss, um das Aussterben nicht zu riskieren.

 

 

Wie würde sich diese Dinosaurier Katastrophe auswirken, wenn sie uns heute träfe? Eine Ratte in Europa müsste einfach nur die ersten drei bis fünf Jahre irgendwie überleben, dann ist es eben dunkel. Als Ratte lebt sie sowieso vorwiegend in der Kanalisation unserer Städte, also ändert sich nicht viel in ihrem Leben. Gut, sie muss beim Wasser aufpassen, dass es nicht vergiftet ist. Ein Mensch dagegen verliert seine gesamte Infrastruktur. Heute ist unsere Zivilisation so ausgeklügelt verwoben und bequem, die einzelnen Auswirkungen können wir uns nur noch schwer ausmalen. Gut, unsere Häuser sind ganz nette Höhlen, die man mit Klimaanlage sogar hermetisch von der Außenwelt abschirmen kann, wenn die Atmosphäre vergiftet wurde. Aber sind unsere Häuser auch auf Dauer geeignet um fünf Jahre lang nahe dem Gefrierpunkt zu leben? Mit einer künstlichen Zufuhr von Sauerstoff? Vielleicht würde die Belastung auch erst in der dritten oder vierten Generation zum Aussterben der Menschen führen. Das ging ja auch bei den Dinosauriern nicht so schnell, wie es sich anhört. Möglicherweise dauerte es sogar Jahrhunderte, bis die letzten Dinosaurier durch spontane Mutationen, Sterilität, Gifte, Staub, Hunger, Durst und Kälte starben.

 

 

Seit einiger Zeit heizt unsere Sonne sich auf, das betrifft ihre ganze lokale Umgebung. Auf allen Planeten wird es also wärmer, nicht nur auf der Erde. Wusstest du das? Die Sonne sendet andere Frequenzen, und wir merken es daran, dass wir einen höheren Lichtschutzfaktor brauchen. In meiner Kindheit und auch noch lange als Erwachsene schien die Sonne gelb am Himmel. In Kinderzeichnungen wurde sie immer ganz gelb dargestellt. Aber sie scheint heute weiß, mehr weiß jedenfalls als gelb. Was wäre, wenn sich die Strahlung der Sonne selbst auch immer mal wieder in ihrer Zusammensetzung und Intensität ändern würde? Kann es nicht sein, dass die Strahlungsfrequenzen der Sonne unser Klima mehr bestimmen, als wie glauben? Was wäre, wenn die Sonne selbst unsere momentane Klimaerwärmung verursacht? Möglicherweise verändert unser Stern immer mal das Klima auf allen Planeten, wie sonst ließen sich die Eiszeiten und Warmzeiten erklären? In meiner Wohnung bestimmen auch die Heizkörper, wie warm es ist. Oder die Sonne selbst scheint durchs Fenster.

 

 

Es gibt auch noch ganz andere Vermutungen zu unserer solaren Umgebung. Seit Astronomen herausgefunden haben, dass ein Sonnensystem nur selten alleine kommt und dass viel öfter zwei oder noch mehr Sonnen komplexe Systeme bilden und auch die Bahnen ihrer Planeten sich wechselseitig beeinflussen, gibt es Vermutungen, dass auch unsere Sonne einen Zwilling besitzt, einen zweiten massiven Himmelskörper. Wissenschaftler nennen dies ein binäres System. Natürlich hat noch keiner diese zweite Sonne gesehen, doch es kann sie trotzdem geben. Wenn es sich um einen braunen Zwerg handelt, die es in unserem Universum auch gibt wie Sand am Meer, dann hat der Zwilling eine etwas kleinere Masse als unsere Sonne und konnte deshalb nicht wirklich in die Gänge kommen, sich nicht entzünden und leuchtend brennen. Sie würde dann nur so vor sich hin kokeln und auch nur noch Wärmestrahlen in infraroten Frequenzen abstrahlen, und die können wir mit unseren Augen nicht sehen. Oder dieser Sonnenzwilling ist bereits erloschen, auch dann könnte man ihn nur noch im Infrarotbereich wahrnehmen, sozusagen als Kontrast zu dem noch viel kälteren Raum.

 

 

Bei Menschen, die sich mit dieser Theorie befassen, heißt der dunkle Zwilling unserer Sonne 'Nemesis' (= der Zerstörer). Nemesis müsste uns rot am Himmel erscheinen und wäre auch nur sichtbar, wenn er dicht genug vorbeikäme, ansonsten bliebe der Zwilling unsichtbar. Dieser Himmelskörper soll mehrere Planeten besitzen, deren Umlaufbahnen zu den Umlaufbahnen unserer Sonne gekippt liegen. Woher diese Theorie stammt, konnte ich nicht herausfinden. Das binäre System müssten wir uns dann wie zweimal Saturn nebeneinander vorstellen, deren Ringe gegeneinander gekippt sind und sich manchmal berühren und durchdringen. Je nach Entfernung dieser zwei Sonnensysteme voneinander müssten ihre Bewegungen zumindest die Ringe beeinflussen und durcheinanderbringen, während die beiden Sonnen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt drehen. Einer dieser Planeten, der äußere und größte, wird in dieser Theorie 'Nibiru' genannt, und von dem ist auf den Tontafeln der alten Sumerer die Rede. Zumindest hat Zacharias Sitchin etliche Tontafeln so übersetzt und darüber sehr interessante Bücher geschrieben.

 

 

Nibiru soll uns alle fünftausend Jahre in seiner Umlaufbahn so nahekommen, dass er Asteroiden aus der Ortschen Wolke schlägt, ganz weit draußen jenseits von Pluto, und sie als Kometen auf einen neuen Kurs setzt. Je nachdem, wo sich dann welcher Planet gerade auf seiner Umlaufbahn befindet, kann es auch zu weiteren Katastrophen kommen. So nehmen Anhänger dieser Theorie auch an, dass der Planet Tiamat, der sich ursprünglich zwischen Mars und Jupiter befunden haben muss, mit Nibiru oder einem Mond von ihm kollidierte. Tiamat zerfiel in zwei größere Teile und viele kleine, was den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter erschuf. Das größere Teil wurde aus der Bahn geschlagen und auf eine Umlaufbahn weiter innen gesetzt und nahm das kleinere Teil mit. So stellt sich diese Theorie die Entstehung von Erde und Mond vor. Man spricht statt von Nibiru auch vom Planeten X und natürlich wird auch der gerade wieder erwartet, die fünftausend Jahre sind wieder einmal um. Die Maya sagten ja: Es gibt Zahnräder der Zeit.

 

 

Doch auch ohne diese Theorie bleiben uns noch genügend gefährliche Himmelskörper. Der größte Asteroid namens Aprophis, der auf seiner Umlaufbahn immer mal in unserer Nähe vorbei saust, hat zwei Kilometer Durchmesser, genau wie der Dino-Asteroid von damals. Er hätte die Wirkung von fünfundsechzig Hiroshima Bomben (sagte man im staatlichen Fernsehen) und wird als sicherer Vorbeiflug am Freitag, dem 13. April 1929 erwartet. Die Wissenschaftler sind sich also sicher, dass er nicht aufschlagen wird, nur vorbeikommen. Erst sieben Jahre später, also 2036, könnte es brenzlig für uns werden, da fliegt er ziemlich nah vorbei.

 

Hat der damalige Dinosaurier-Meteorit auch einen Polsprung verursacht? Denn für genau die Zeit des nächsten Vorbeiflugs hat Nostradamus den Polsprung vorausgesagt. Zumindest in der Quelle, deren Interpretation seiner Verse ich selbst am meisten vertraue. Nostradamus ist leider so vieldeutig, er musste wegen der Inquisition damals sehr kryptisch schreiben.

 

 

In den spirituellen Kreisen ist außerdem viel von der Veränderung der Schumann-Frequenz die Rede. So viel ich verstanden habe, handelt es sich um die Eigenschwingung der Erde. Und die hat sich in den letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt. Dass es uns so vorkommt, als ob die Zeit schneller verginge, soll darauf zurück zu führen sein, und auch, dass wir insgesamt alles doch recht positiv sehen. Wir haben schon in der Schule gelernt, dass auf der Ebene von Atomen und darunter alles nur aus der Bewegung von Teilchen besteht. Sie tanzen und schwingen als winzige Teilchen im fast leeren Raum. Selbst der Fels tut es. Auf Atomebene besteht auch der massivste Berg aus ganz viel Nichts und ein paar kreisenden Teilchen, so weit voneinander entfernt wie die Planeten und Sterne.

 

 

Das haben unsere Weisen übrigens schon immer behauptet: Wie oben, so unten. Die atomare und die astronomische Ebene gleichen sich aufs Haar. Die Atome wiederum bestehen aus Quarks, und die sind noch verrückter: Sie hüpfen in die Existenz und wieder raus, das erzeugt erst diese Schwingung. Auf der untersten, uns heute bekannten Ebene der Materie schwingen wir rein und raus aus der Existenz. Die alten Inder sagten, wenn ihr Gott Shiva aufhört zu tanzen, hört die Welt auf zu existieren. Das haben sie damit gemeint! Und Schwingungen überlagern sich wie Wellen in einem Teich. Wir sind auf der untersten, uns bekannten Ebene nur noch Schwingung und die Erde auch. Wirf zwei Steine gleichzeitig in verschiedene Richtungen in einen Teich und beobachte die Wellen: Sie überlagern sich, man spricht von Interferenz. Wenn sich also die Schumann-Frequenz verdoppelt, wird das natürlich auch Auswirkungen auf unsere eigenen Kreise haben. „Störet meine Kreise nicht“, sagte schon ein Philosoph im alten Griechenland.

 

 

Was wäre also, wenn die Gesamtheit der Probleme, die wir um uns herum wahrnehmen, längst deutliche Anzeichen dafür sind, dass wir mitten in einem sich ganz langsam aber unausweichlich entwickelnden globalen Weltuntergang leben?

 

 

Mit dem Begriff 'Weltuntergang' verbinden wir vor allem unausweichliche Naturkatastrophen, dabei werden wir Menschen zunehmend zu dem alles entscheidenden Risiko unseres eigenen Untergangs. Ein Weltuntergang klingt so bombastisch, dabei erfasst er nie alle Menschen, Tiere, Pflanzen, Orte und Zeiten gleichermaßen. Er kann nach einer punktuellen Ursache wie einem Erdbeben mitten im pazifischen Ozean Stunden später und zeitlich versetzt Tsunamis an den asiatischen Küsten auslösen, so wie vor ein paar Jahren an Weihnachten, als eine Viertelmillion Menschen ihr Leben verloren. Das Leiden ging noch lange weiter. Die Bedrohung, in der die Menschen sich plötzlich wiederfanden, weil ihre ganze Lebensgrundlage und Infrastruktur zerstört wurde, können wir uns theoretisch kaum vorstellen, und sie ist einem menschlich verursachten Kriegsgeschehen nicht unähnlich. Auch Kriege ziehen sich oft jahrelang hin und laufen als Zerstörungswellen über ein Land.

 

 

Die Überlebenden werden in beiden Fällen traumatisiert, sie müssen mit Todesfällen, Folgeerkrankungen und erlittenen Unfällen umgehen und verlieren nicht nur Freunde und Verwandte sondern ihre gesamte Lebensgrundlage. Ganze Städte und Dörfer werden mitsamt Infrastruktur vernichtet. Dennoch betraf es bei der Weihnachtsflutwelle vor allem die Küsten, während die Menschen im Landesinnern und die Angehörigen der Touristen Zuhause eher mit dem Helfen und emotionalem Auffangen beschäftigt waren.

 

 

Auch am menschlichen Körper sind längst chemische, genetische und technische Erdrutsche in Bewegung, wir fuschen in so ziemlich alles rein, was unseren Körper aufrecht und gesund hält, dabei wissen wir noch nicht einmal bewusst, ob wir uns in diese Richtung überhaupt entwickeln wollen. Die meisten von uns wurden und werden auch überhaupt nicht gefragt, ob wir genetische Eingriffe wünschen oder technische Ersatzteile. Sie werden uns erst dann als Lösung präsentiert, wenn wir so krank sind, dass wir nach jedem Strohhalm greifen. Doch entwickelt wurden diese Möglichkeiten schon lange vorher. Und andere, humanere Möglichkeiten ohne großen Profit fallen in der Forschung und Entwicklung derweil einfach unter den Tisch. Wie kann das in einer Demokratie sein, dass wir dabei nicht mitentscheiden? Wir überlassen unsere Entwicklung momentan allein dem Gewinnstreben großer multinationaler Konzerne und den Glücksspiel-Abhängigen an der Börse. Stell dir vor, die Dinosaurier hätten unsere Wissenschaft gehabt. Wie hätten sie wohl in ihren Körper und in ihre Entwicklung eingegriffen?

 

 

Wir sind Meister im Verdrängen. Erst wenn es unser persönliches Leben betrifft, fällt uns auf, dass es um uns herum kaum noch Gesundheit gibt, und dies trotz allem gepriesenen medizinischem Fortschritt! Wenn das stimmt, was uns so erzählt wird, müssten wir dann nicht mittlerweile alle permanent kerngesund sein? Wenn es uns schlecht geht, redet man uns stattdessen sogar ein, es sei unser eigenes Verschulden und unser unverantwortlicher Lebenswandel. So fühlen wir uns dann auch und strengen uns mächtig an, daran etwas zu ändern: Wir kaufen uns frei mit einem verbesserten Konsum an nachhaltigen Bio- und Fair-Trade-Produkten, Schüssler Salzen und wichtigen Nahrungsergänzungsmittel - oder buchen endlich den Yogakurs. Was wir dagegen persönlich nicht ändern können, nehmen wir in einem Gefühl von Machtlosigkeit hin: Die Strahlenbelastung, die Klimaerwärmung, die Luftverschmutzung, den zunehmenden Elektrosmog, die radioaktive Verseuchung und den Mangel an natürlicher Lebenskraft in Nahrungsmitteln, Getränken und Wasser. Diese Probleme sind global und da kann man eben nur minimal etwas dran ändern, sagt man sich dann. Mit einem Grenzwert aus Brüssel ist zwar das Problem erkannt, aber die Ursache noch lange nicht verschwunden.

 

 

Die Medien befassen sich gerne mit verursachenden Faktoren, wenn sie uns mobilisieren und aufklären wollen. Uns kann damit ein schlechtes Gewissen gemacht werden, was unser Kaufverhalten und unser Fitnessverhalten verstärkt beeinflusst. Denn neben Gesundheits- und Ernährungsberichten können besonders viele Anzeigen platziert werden, die das Blatt finanzieren. Die Industrie der Fitness und Nahrungsmittelversorgung und -ergänzung muss angetrieben werden. Und die anderen Probleme? Da kann man nichts machen. Wer Spaß hat an Zigaretten, dem wird eine Affirmation sogar gesetzlich (auf die Packung gedruckt) verordnet, dass nämlich sein Rauchen bitteschön auch wirklich zu seinem Tod führen möge. Haben unsere Politiker überhaupt keine psychologischen Grundkenntnisse?

 

 

Wir moderne Menschen wähnen uns so unglaublich fortschrittlich und doch sind wir heute kränker und störanfälliger und jeder Einzelne von der Gesamtheit der Zivilisation abhängiger denn je. Berufsunfähigkeit und Frühinvalidität haben erschreckend zugenommen, ebenso die Anzahl an Krebserkrankungen, an Autoimmunerkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Andererseits wird die Apparatemedizin weiter ausgebaut, technisch ist immer mehr machbar. Von künstlichen Kniegelenken bis zum Herzschrittmacher. Und was machbar ist, wird auch gemacht.

 

 

Nimm zum Beispiel CRISP. Das ist ein Virus, den man mittlerweile gezielt wie eine Schere einsetzen kann, um Fragmente unsere DNA heraus zu schneiden und neu zusammen zu setzen. Bisher wurde CRISP nur an Versuchstieren ausprobiert. Unsere Genetiker haben es also mittlerweile längst in der Hand: Sie könnten uns in der Mutation zum Homo Creativus Pax unterstützen. Doch wahrscheinlicher ist es, dass sie dem alten Homo Sapiens die Gene weiter durcheinanderbringen, um endlich den besten braven Untertanen ever in der Retorte zu erzeugen. Der ist einfach zur Gewinnmaximierung wesentlich rentabler. Und was sich rentiert, wird gemacht, nicht wahr? Mit Crisp können gezielt alle genetischen Informationen verändert werden. Die Stammzellenforschung dagegen nimmt frühe Zellen (Stammzellen, die sich noch nicht ausdifferenziert haben) und gibt ihnen Wachstumsbefehle. So konnte zum Beispiel schon ein Schweineohr nachgezüchtet werden. Oder nimm Organverpflanzungen, sie helfen Leben retten. Dabei ist immer noch umstritten, wann ein Körper wirklich tot ist und welche Persönlichkeitsveränderungen im Empfänger durch die Organspende zu erwarten sind. Vieles deutet darauf hin, dass ihm nicht nur ein Organ eingepflanzt wird, sondern auch ein Teil der Persönlichkeit des Verstorbenen. Ich selbst zum Beispiel möchte keine fremde Psyche übernehmen, ich habe mit mir selbst schon genug zu tun.

 

 

Menschliche Körper müssen überleben, koste es, was es wolle. Das ist unsere gesellschaftliche Strategie. Dahinter steht der Glaube, dass es nur dieses eine Leben gibt und wir nur dieser Körper sind und dass unser Bewusstsein nur eine Funktion unseres Gehirns ist und komplett erlischt, wenn der Körper stirbt. Eventuell gibt es noch einen anschließenden Himmel für die Gläubigen. Auch wenn sich in der Bevölkerung langsam ein ganz anderes Menschenbild durchsetzt, beherrscht dieser Glaube an die perfide Endlichkeit immer noch das Denken von Entscheidungsträgern. Wenn mit dem Tod alles zu Ende geht, muss man ihn unbedingt so lange wie möglich hinauszögern und das Todesdrama so weit wie möglich verlängern. Das ist dann nur logisch. Und wehe, ein Schwerkranker hat keine Patientenverfügung! Dann wird er künstlich beatmet, ernährt, operiert und untersucht, bis irgendwann mal ein lebenswichtiges Organ versagt.

 

 

Auf der anderen Seite verändern wir den Eintritt ins menschliche Leben: Immer noch jüngere Embryonen können in Brutkästen am Leben erhalten werden. Diese unausgereiften Frühgeborenen werden mit vielen ergänzenden Behandlungen und OPs steril versorgt, weit weg von der Geborgenheit in der Mutter, während man früher der Natur einfach ihren freien Lauf lassen musste, aber damit nur gesunde, lebenstüchtige Säuglinge über die Runden kamen. Was für ein Start ins Leben, wenn schon im Krabbelalter eine Herz-OP notwendig wird, die man nicht einmal einem Erwachsenen zumuten möchte! Für ein einzelnes Leben und für die Eltern ist es natürlich wunderbar, dieses Kind zu haben und es gäbe mich selbst überhaupt nicht, hätte nicht meine Großmutter damals mit ihrem halben Pfund ohne all diese technische Assistenz überlebt. Doch genau das merkte man ihr später auch an: Sie war eine starke und durchsetzungsfähige Frau. Bei einem nicht ausgereiften Fötus steigt die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung drastisch, je unausgereifter er noch war. Eine Behinderung mag für eine einzelne Seele und für die Menschen um sie herum eine wichtige Erfahrung sein. Doch für immer mehr Menschen?

 

 

Gendefekte können direkt mit CRISP behoben werden, das sei die Hoffnung der Medizin. Das Baby wird dann gepiekst (früher sagte man piesacken!) und wenn die Genetik 'falsch' ist, kann sie mit Crisp verändert werden. Eine Hoffnung für so viele Eltern mit behinderten Kindern, da muss man doch einfach etwas tun. Noch mehr Eingriffe in natürliche Lebensphasen werden damit selbstverständlich, nun ist unser Genom selbst also schon veränderbar. Wie weit entfernt sind wir dann noch von der genetischen Bestellung und dem Kind aus der Retorte? „Ich hätte gerne blond und blaue Augen!“ Wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dies ebenso selbstverständlich kaufen zu können wie die Busenvergrößerung oder Faltenbehebung, damit leben wir schon seit Jahren.

 

 

Jede Mutter möchte doch eigentlich ihr Kind selbst ganz austragen und auch selbst stillen. Werdende Mütter kennen längst die Forschungsergebnisse der Psychologie, wie wichtig genau diese emotionalen Erfahrungen im Bauch der Mutter, beim Stillen und in den ersten Lebensjahren sind und wie entscheidend sie dazu beitragen, emotionale und intellektuelle Intelligenz und individuelle Widerstandskraft zu entwickeln. Und familiäre Bindungen aufzubauen, damit wir nicht eine ganze Generation Kasper Hausers aufziehen. Geht in der Schwangerschaft irgend etwas nicht nach Plan, bricht der medizinische Fortschritt über die Mutter, die Eltern, herein und zu ihrer Verzweiflung und ihrem Bangen um das Leben des Frühgeborenen kommen dann auch noch Trennungs- und Schuldgefühle. Und vor allem Fremdbestimmtheit durch medizinische Abläufe. Wenn wir die Entwicklung so weiterlaufen lassen, wird das Designerbaby nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

 

Wie weit wird die Medizin noch gehen? Wie weit werden wir sie gehen lassen? Warum nicht gleich Embryonen im Reagenzglas züchten und uns die Schwangerschaft ganz ersparen und damit die seelische Geborgenheit im Mutterleib? Gefühlt sind wir der zukünftigen Welt schon sehr nahe, wie sie Aldous Huxley in seinem Science Fiction Roman 'Schöne neue Welt' beschreibt: Ein steriles, fremdbestimmtes Leben ohne menschliche Wärme, abhängig und immer mehr vereinnahmt von einer kalten Technik. Wenn dies nicht der Weltuntergang ist, so doch zumindest der Untergang einer kraftvollen, gesunden, widerstandsfähigen, seelenvollen Gattung: Dem Homo Sapiens Sapiens. Da wäre dann doch auch unser Weltuntergang, oder?

 

 

Und dann das Lebensende: Oft erhalten Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt noch den Gau an Bestrahlung und stark schädlicher Chemie. Deren Nebenwirkung versenken wir dann mit ihrem Körper ins Erdreich, es sei denn, wir entscheiden uns für eine Feuerbestattung. Sobald wir krank werden, kommen wir mit dieser Diagnostik in Berührung und erhalten Drogen gegen die Symptome, man nennt sie nur anders: Medikamente. Wir müssen uns bewusst bleiben, dass Medikamente auch nur Drogen sind. Sonst dürften wir sie frei im Handel kaufen. Es sind vor allem Drogen, die Schmerzen, Symptome und Bewusstsein unterdrücken und die Menschen unbewusst halten. Statt dem Patienten Lebensveränderungen vorzuschlagen und ihn darin zu begleiten, um die Ursache der Erkrankung zu beheben, bleibt dem Arzt oft nur bezahlte Zeit für die Verordnung von Chemie. Ich weiß nicht, wer da an einem Schreibtisch entschieden hat, dass die Kürzung der Ärztezeit am schnellsten geht und am billigsten ist, in meinem Unterricht kann er nicht gewesen sein. Das ist doch eine Milchmädchenrechnung: Nur die harten Drogen sind so teuer! Eine Lebensveränderung kostet die Krankenkasse nichts und Hausmittelchen auch nicht.

 

 

Die Medikamenten-Drogen, die einfach nur Symptome unterdrücken und Krieg führen gegen Krankheiten sind eine Sache. Drogen, die das Bewusstsein erweitern und die Wahrnehmung und Konzentration sogar fördern und die damit helfen könnten, dass die Menschen ihr Leben zum Besseren ändern, sind dagegen verboten, selbst wenn sie erwiesenermaßen nicht süchtig machen. Sie sind in ihrer Wirkung nicht gewollt und werden mit den echt schädlichen Drogen in einen Topf geworfen. Und die dritten Drogen kaufen wir uns selbst freiwillig als Genussmittel: Kaffee, Tee, Schokolade, Alkohol, Zigaretten und vor allem Zucker. Das sind Drogen, die unser Bewusstsein eintrüben und dämpfen und uns zugänglicher machen für Werbung und subtile Manipulationen. Drogen, mit denen wir unser Bewusstsein wegdrücken, wenn uns die reale Welt nicht gefällt. Dazu gehören auch Filme und Computerspiele. Und was sie alle tun: Sie vereinzeln uns, sie trennen uns von den anderen. Wir vernachlässigen die echten Begegnungen und Gespräche. Sie gaukeln uns nur vor, dabei zu sein, dazu zu gehören. Oder dass es uns gut geht. Genau wie Facebook uns Freunde nur vorgaukelt.

 

 

Bezeichnenderweise bestehen viele alternative Heiler darauf, dass man vor einer Sitzung oder energetischen Behandlung für einen ganzen Tag keinen Kaffee, keinen echten Tee, keine Schokolade und möglichst wenig Zucker zu sich nimmt, von Alkohol und Zigaretten ganz zu schweigen. Die meisten bestehen auch darauf, dass das Handy abgeschaltet werden muss. Warum wohl? Und ist es nicht so, dass du auch zur Blutentnahme nüchtern kommen musst? Was haben alle drei Drogenformen, die echten Drogen, die Medikamente und die Genussmittel gemeinsam? Sie sind teuer. Man kann viel Geld mit ihnen verdienen, je verbotener, umso mehr. Da sollte man sich doch die Frage stellen dürfen, wenn es in der Wirtschaft immer nur um Gewinnmaximierung geht, vielleicht steckt auch da nur das Gewinninteresse dahinter (da braucht jemand viel Geld?) und nicht unsere Sicherheit, wenn man uns etwas verbietet.

 

 

Überhaupt habe ich die staatliche Bevormundung einfach satt. Ich glaube einfach nicht (mehr), dass Politiker, welche die Gesetze verabschieden, kompetenter entscheiden als ich selbst. Zumindest steht bei mir nicht ständig ein Vertreter der Wirtschaftslobby auf der Matte, da habe ich den Kopf frei, mich gut zu entscheiden. Könnte es sein, dass bisher alle Staatsformen einfach nur die Bevormundung des 'freien' Bürgers mit neuen Mitteln 'zu unserer Sicherheit' fortgesetzt haben?

 

 

Der Clou aber sind die Werbebotschaften auf den Zigarettenpackungen. Ich muss einfach noch mal auf sie zu sprechen kommen: Sie wurden seit langem mit Affirmationen versehen, die dich bei jedem Griff zu der Schachtel daran erinnern, dass du deiner Gesundheit schaden sollst und gefälligst bald sterben. Und dann bist du auch noch selber schuld. Bei aller Naivität kann ich einfach nicht glauben, dass die Politiker, die dies entschieden haben, keine Ahnung haben, wie Affirmationen wirken. Es war schon ein starkes Stück, uns diese Verpflichtung als Schutz von Minderjährigen anzupreisen. Denn auch Minderjährige lesen doch die angebliche Information, die einen sehr wirksamen unterbewussten Befehl enthält, gefälligst krank zu werden. Als ob Jugendliche sich im Ausprobieren jemals von einem Verbot oder solchen Sprüchen hätten abhalten lassen!

 

 

Und an jeder Kasse geht jeder Mensch an dieser Massensuggestion halb bewusst vorbei. Und verknüpft sie unbewusst mit allem, was er selbst schon über dieses und andere schädliche Genussmittel gelesen, gehört und gesehen hat. Er weiß, dass er selbst auch nicht ganz frei ist von Sucht. In dieser Gesellschaft kann keiner frei von Sucht leben! Um aus allen Süchten gleichzeitig auszusteigen, musst du ganz aus der Gesellschaft aussteigen. Ist dir das schon aufgefallen? Alleine der Zigarettenspender an der Kasse wird so zu einer einzigen unbewussten Affirmation für jeden: Sei endlich krank und sterbe, bitte schade dir selbst. Und natürlich bist du selber schuld, wenn du krank wirst, schrecklich krank.

 

 

Und vielleicht denkt dann ein Mensch, der es nicht verhindern konnte, es beiläufig schon wieder zu lesen, nein, das ist Blödsinn. Oder: Es betrifft die anderen. Aber er hat den krankmachenden Faktor damit für sich und für die kollektive Menschheit schon wieder aktiviert und verstärkt. Das Unterbewusstsein versteht kein Nein. Das kollektive Bewusstsein sammelt nur unterschiedslos alles ein - wirksam kollektiv für uns alle.

 

 

Auch unser Abschied aus dem Leben wird gedehnt: Noch eine OP, noch eine Chemo, noch eine weitere Behandlung, jeder Tag zählt. Es geht nur selten um einen seelenvollen, sinnerfüllten Abschied im Kreise von Freunden und Familie und in der vertrauten Umgebung, die Geborgenheit spendet. Wenn man die Menschen selbst fragt, ist es ihnen am wichtigsten, wo, mit wem und womit sie ihre letzten Tage verbringen. Sie möchten nicht alleine sein und einer Technik und Sachzwängen unterworfen werden, die sie nicht mehr mitbestimmen können. Sie möchten nicht gequält werden. Wüssten wir mit absoluter Gewissheit, dass unser Bewusstsein ewig existiert, auch ohne diesen Körper, wäre Sterben so natürlich wie geboren werden, und man könnte uns mit dem Konzept, dass mit dem Tod alles aus ist, nicht so viel Angst einjagen.

 

 

Vielleicht vertraust du noch auf die offizielle Medizin und hältst sie für alternativlos. Du kannst sie daran erkennen, dass sie von den Krankenkassen bezahlt wird. Dann hast du wahrscheinlich auch nie mitbekommen, wie schwer es Ärzten, Heilern, Heilpraktikern, Kräuterfrauen und Medizinmännern weltweit gemacht wurde, wenn sie eine wirksame alternative Therapie gefunden hatten, die meistens sehr simpel und sehr viel billiger oder sogar kostenlos war. Es ist ehrenwert, dass Forster Gamble (http://thrivemovement.com), ein Erbe des Waschmittelriesen Procter und Gamble, sein Geld, seine Möglichkeiten und seine Arbeitskraft eingesetzt hat, um mit seiner Frau zusammen alle diese alternativen Therapien zusammen zu tragen, alle Zahlen, Methoden und Namen von Kuren, die verfolgt und unterdrückt wurden. Es ist unglaublich, wie schwer diesen Pionieren ihre Arbeit gemacht wurde und wie früh sie meist unter merkwürdigen Umständen starben.

 

 

Gleichzeitig jammern unsere Krankenkassen über ihre Kostenexplosion. Weil wir uns die Zuzahlungen für Altersheime nicht leisten können/wollen, werden weibliche Billigkräfte aus dem ärmeren europäischen Ausland als Gesellschafterinnen und Haushälterinnen für unsere Alten angeworben. Wo man früher noch in Altersheimen alle Pflegestufen fand (auch wenn sie damals so noch nicht definiert waren) haben sich unsere Altersheime durch die Überflutung mit schweren Fällen und wegen der Rentabilität zu reinen Siechenheimen entwickelt, wo es Insassen wie Besuchern schwer fällt, überhaupt noch an eine positive Stabilisierung und Gesundung zu glauben.

 

Aber es sind ja auch Krankenkassen und keine Gesundheitskassen. Sonst würden sie selbst direkt Gelder in die Forschung billiger Alternativen stecken und sich nicht auf die Forschungen der an Gewinn orientierten Pharmariesen verlassen. Sollten nicht eigentlich unsere Krankenkassen diese Fälle sammeln, untersuchen und zusammentragen und nicht der Forster Gamble?

 

 

Wir haben so vieles einfach nur falsch organisiert, hier ein Beispiel: Würden jeweils fünftausend Menschen dezentral gemeinsam mit einem Beitrag in Höhe des jetzigen Krankenkassenbeitrags ein eigenes Ärztehaus unterhalten und finanzieren, dessen einzige Aufgabe es wäre, diese fünftausend Leute - und nur sie - gesund zu halten, wie anders wäre unsere Erfahrung? Wenn alle Fünftausend gesund sind, hätte das Ärzteteam das ganze Jahr nur einen Notdienst für Unfälle zu unterhalten und nette Sprechstunden mit zufriedenen Kunden, die einfach mal zum Plaudern vorbeischauen. Und würde sich ansonsten der Prävention und Aufklärung widmen können.

 

 

Was glaubst du, wie schnell wir alle gesund wären! Denn die verantwortlichen Ärzte würden dann in Absprache mit ihren fünftausend Kunden auch frei entscheiden, wen sie mit ins Team aufnehmen um möglichst viele Heilerfolge zu erzielen. Sie wären doch qualifiziert dazu, wofür sonst haben sie so lange und gründlich studiert? Es geht um praktische Erfolge, Punkt. Das nenne ich gesunden Menschenverstand. Wieso muss dieser riesige Staatsapparat mit seinen Beamten und politischen Gremien entscheiden, was für uns gut ist? Durch wen lassen die sich bei ihren Entscheidungen leiten, wer stellt ihnen ein reichliches Informationsmaterial zur Verfügung? Für jedes Pharmaunternehmen ist es ein Muss, gute Beeinflusser für Politiker abzustellen. Ihre Lobby hat dafür zu sorgen, dass ihre Gewinnabsichten mehr Einfluss auf unser Gesundheitssystem haben als die Bedürfnisse von uns allen. Geht es auch anders? Merkst du: Wir fragen uns das gar nicht mehr. Wir können uns das Gesundheitswesen nur noch mit Gesundheitskarte und fremdbestimmt vorstellen. Können wir uns vorstellen, dass alle Menschen vollkommen gesund sind? Das wäre für mich ein Aspekt des Himmels auf Erden, den ich mit dir zusammen erschaffen möchte.

 

 

Es gibt noch zahlreiche andere Faktoren, die uns körperlich verändern, gefährden und belasten. Wir haben immer weniger Kontakt zur stärkenden und belebenden Natur. Wir essen domestizierte Tiere, und Obst, Gemüse und Getreide sind überzüchtet und benötigen Eingriffe wie Dünger, Pestizide oder Medikamente, um auszureifen. Und wir selbst sind auch längst domestiziert und überzüchtet und so weit entfernt von einem gesunden kraftvollen wilden Körper wie ein Pudel entfernt ist vom einem frei lebenden Wolf. Bei jeder Krankheit greifen wir ohne Hemmungen chemisch in die körperlichen Abläufe ein, mit Chemikalien, die längst den natürlichen Arzneistoffen aus der echten Natur nur noch im Labor künstlich nachempfunden oder sowieso ganz neu entwickelt wurden. Es gibt billigen, künstlichen Schinken und Käse, und den meisten konservierten Produkten wurden künstliche Aromen und Farbstoffe zugegeben.

 

 

Das Gärtnern, die Tierhaltung zur Ernährung und die autarke Selbstversorgung mit allem, was man zum Leben braucht, ist großen Teilen der Bevölkerung ganz abhandengekommen. Kein Interesse, kein Wissen, keine Erfahrung. Man verlässt sich auf die App, die wird es schon richten, sollte sich die Situation verschärfen. Und ja, die Probleme ziehen sich nun schon jahrelang hin. Wir haben uns so an die nächsten Schreckensmeldungen gewöhnt, dass wir einfach nur machtlos mit den Schultern zucken. Oder wir protestieren lautstark oder ballen die Faust in der Hosentasche. Was können wir tun? Wo können wir ansetzen?

 

 

Wie es scheint, wird unser Weltuntergang wie ein Gummiband gedehnt und in die Länge gezogen. Dabei wird der Bogen immer weiter überspannt. Das gibt uns zumindest Spielraum und Hoffnung, damit besser umzugehen. Und was kaputt geht, gleich wieder zu reparieren und uns erneut zu retten. Nur selten trifft es uns persönlich: Als Diagnose mit tödlicher Perspektive oder als Überschwemmung, die unser Haus so beschädigt, dass wir wirtschaftlich und finanziell am Ende sind. Oder ein Sturm zerlegt unser Hab und Gut. Wir in Deutschland sahen diese Bilder bisher eher in den Nachrichten aus anderen Kontinenten, doch leider gibt es sie immer öfter auch bei uns. Doch die echten, großen Katastrophen scheinen immer noch weit weg. Und die schleichenden ignorieren wir geflissentlich. Auch deshalb können wir gut gelaunt so weiterleben wie bisher.

 

 

In unserer Gesellschaft herrscht die Meinung vor, dass unser Körper Mitte Dreißig seinen Höhepunkt an Gesundheit erfährt. Von da an geht es mit ihm nur noch bergab. Immer mehr Zipperleins, Beschwerden und chronische Krankheiten, schlimmer und schlimmer, bis unser Körper in ein andauerndes, langes Siechtum übergeht. Gut, du könntest mir sagen: Schau dich um, so ist das doch ganz oft! Diesen Verlauf des Lebens kann man doch überall beobachten. Ja, das mag sein, es gab wohl auch noch nie so viele schwerkranke Menschen wie heute. Doch wenn du ein Naturvolk besuchen würdest, könntest du so viele Krebsleiden, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Autoimmunerkrankungen, Allergien und degenerative Probleme des Bewegungsapparates auch unter ihnen beobachten? Diese Menschen wissen, dass sie zu ihrem eigenen Überleben gesund bleiben müssen. Sie halten in sich den Glauben aufrecht, dass sie gesund bleiben. Und wenn es einmal Zeit für sie ist, dann sterben sie eben.

 

 

Unserer modernen Vorstellung eines dahinsiechenden Körpers liegt ein Glaube zugrunde, den wir nie überprüft haben: Dass unser Körper entropisch zerfällt, dass er also wie ein unbewohntes Haus allmählich in den Zustand einer Ruine übergeht oder wie ein rostendes Auto immer reparaturanfälliger wird. Als sei er eine Sandburg, die von Wind und Wellen zerstört wird. Wir glauben das, weil wir es in unserer Umgebung so häufig sehen. Dabei sehen wir es nur deshalb so häufig, weil diese Menschen es glauben. Und weil wir uns zivilisatorisch verseuchen und falsch behandeln. Und nicht mehr auf die Selbstheilungskräfte für unseren Körper und für unsere Zivilisation setzen. Das eine geht nicht ohne das andere.

 

 

Ich sehe das anders: Unser Bewusstsein hält unseren Körper aufrecht, unser Höheres Bewusstsein, auch Überseele genannt. Wenn ein Körper dement wird oder deutlich zerfällt, hat das Bewusstsein sich schon halbwegs daraus verabschiedet, es hängt irgendwo unbewusst draußen herum. Es sucht aber immer noch seinen Weg zu dieser Persönlichkeit, um gehört zu werden und den Körper doch noch zu heilen. Oder noch etwas zu erledigen. Der Volksmund kennt das, man sagt „der ist nicht mehr ganz bei sich“ oder „der steht grade neben sich“. Unsere Vorfahren haben das noch so gemeint oder gesehen. Denn exakt so beschreiben mediale Menschen, wo sie das Bewusstsein dieses Menschen sehen: Draußen, daneben, dahinter oder darüber. Je mehr ein Mensch unbewusst und fremdgesteuert lebt, umso weniger Bewusstsein verwendet er auch auf, um seinen Körper gesund zu halten. Und niemand ist eine Insel, wir alle leben mit den schädlichen Bedingungen unserer Zivilisation und können uns nur minimal dem entziehen. Wir werden vergiftet, verstrahlt und durch allerhand Mikrowellen gegrillt. Das muss sich ändern, das ist unser Untergang. Wenn wir uns von der Natur trennen lassen, geht das nur, wenn wir uns gleichzeitig von unserem Körper trennen, das eine geht nicht ohne das andere. Und das ist dann das Ende.

 

 

Ich bin froh, dass ich schon im Alter von Dreißig Jahren eine lebensgefährliche Allergie entwickelt habe, sie hat mich frühzeitig auf einen guten neuen Weg gebracht. Die von meiner Ärztin vorgeschlagene Desensibilisierung habe ich damals in den Wind geschlagen, denn ich wollte sensibel bleiben, das schien mir eine gute Sache zu sein. Stell dir vor, du bist die einzige Ratte auf einem Müllhaufen, die noch wahrnimmt, dass der Müll gerade zum Himmel stinkt und es gefährlich ist, darin zu leben! Ihre Sensibilität könnte nicht nur ihr das Leben retten, sondern auch allen anderen. Macht es da für die ganze Rattenpopulation nicht viel mehr Sinn, sich sogar gerade von der sensibelsten Ratte warnen zu lassen und sich gemeinsam zu retten? Unser medizinischer Weg lässt stattdessen jeden möglichst symptomfrei weiter machen und dämpft sein Frühwarnsystem der Hochsensibilität auf ein funktionierendes Minimum. Wir passen so die Menschen dem Müllhaufen an, den Umwelt-, Lebens- und Arbeitsbedingungen. Na prima, dann dürfen wir einfach auch keine gesunden Ratten erwarten!

 

Leseprobe Ende, die ersten 60 von 588 Seiten.